Linda

Linda

Die Sternenguckerin

Hi ich bin Ester, meine Hausgeburt verlief kurz und sehr intensiv. 

Es war meine zweite Hausgeburt die ich zum ersten Mal mit Anna erleben durfte. Ich dachte ich könnte es steuern wann mein Baby kommt. Es war 24.10.25 und ich war mir sicher heute kommt es nicht. Wir haben Mittag gegessen, beim kochen hatte ich schon ein starkes Ziehen nach unten, ich redete mir ein das sind keine Wehen. Ein Freund war da und mir wurde langsam bewusst mein Körper macht das regelmäßig und deshalb trakte ich es mit einer App und tatsächlich 5min Pause 1min Wehen. Das sind produktive Wehen. Der Freund ging heim. Anna hab ich angerufen. Es könnte sein das es los geht. Na gut. Abwarten. Meine Gedanken: ich darf mich nun diesen Zustand, jetzt, hingeben. Lassen wir es beginnen und schon bei meiner ersten Geburt mein Motivationssatz: LET’s GET THIS RIDE! .

Mein Körper arbeitet. Es ist 14h. Mein Partner und ich machen alles bereit. Oma und Opa kommen unseren 3 jährigen holen. Wir bereiten alles vor: Geburtspool, Radio, usw. Es spielt Radio Steiermark. 16h Die liebe Verena die Fotografin und die liebe Anna sind da. Ich veratme die Wehen und es wird immer stärker. Ich wollte bei dieser Geburt eigentlich ruhig sein. 17h Aber mein Körper brachte Urkräfte in Bewegung, die ich verarbeiten durfte und so nicht erwartet habe. Kaum Pausen es kam eine Wehe nach der anderen. Ich brüllte, stöhnte, schrie, brummte und grollte was das Zeug hält. Ich fragte immer wieder wie weit der Muttermund offen sei und hab auch selbst getastet. 18h Die Schweißperlen liefen über mein Gesicht. Im Hintergrund Radio stmk. In der knienden Position zog sich mein Bauch so zusammen, dass es weh tat und darauf hin schlug Anna vor ins Wasser zu gehen. Die Erleichterung. 19h halb sitzend im Wasser. Mein Partner hielt mich unter den Armen. dann die Verkündung: der Muttermund ist bei 10cm. das war die Zielgerade. Und die pure Entspannung in meinem Kopf, ich hab mich so sehr gefreut. Das Baby ist gleich da. Es spielte Bob Marley im Radio – das tat gut.

Das Köpfchen war da, dann bald das ganze Baby. Anna hat’s mir in die Arme gelegt, das pure Glück. Es war eine Sternenguckerin. Es ist ein Mädchen.

Ich muss dazu sagen das die Vorbereitung für die erste Geburt essenziell für die zweite war ich hab damals 5 Bücher gelesen und besuchte einen Hypnobirthing Kurs. Und deshalb war ich auch in einem tiefen Vertrauen. 

Ein herzliches Danke an Verena Ettinger für die Erlaubnis diese wunderbaren Fotos veröffentlichen zu dürfen.

Ester und Paul, danke von Herzen, dass ich diese besondere Reise hier zeigen darf.